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Über uns 2018-12-09T13:55:01+00:00

Unsere Philosophie

Theoretischer Hintergrund unserer metabiologischen Sichtweise:

Der Ausgangspunkt der meisten Störungen, Neurosen, Probleme, Konflikte und Erkrankungen ist wohl die Angst, in ihren unterschiedlichsten Maskierungen und Facetten. Eine der wichtigsten Aufgaben im helfenden Kontext besteht darin, eine „Wertverlagerung“ durch eine neue Perspektive zum Leben hin anzustreben. Die Grundlage dazu bietet die Überlegung, nicht die Angst als verursachend zu betrachten, sondern das Verdrängen oder „Zudecken“ dieser. Es muss sozusagen die innere seelische Bewegung (die durch das veräußerlichte Leben verloren ging) durch ein „Wieder-zu-sich-Kommen“ hergestellt und vollzogen werden, um die „verdeckten“ Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Wir beziehen uns in unserer therapeutischen Tätigkeit (als Naturheiltherapeuten und Heiler), wie in unserer spirituellen Haltung (als Lehrer und Begleiter) ganz bewusst auf die alte griechische Psychagogie = Seelenleitung und/oder Seelenheilkunde. Im Gegensatz zu modernen, fast ausschließlich naturwissenschaftlich- psychologischen Ausrichtungen, sehen wir uns weniger als „Bewirker“, sondern eher als „Ermöglicher“ im Sinne der sogenannten „Sokratischen- Mäeutik“. Unsere lehrende, therapeutische und heilerische Begleitung, geschieht vor dem Hintergrund einer Haltung, die beim heilsuchenden Menschen den Selbstkontakt wieder herstellen und das „Zu Sich“ wie das „Bei Sich“ fördern soll. Ausgeschlossene Gefühle, Verletzungen oder auch Personen im Familienkontext, werden wieder in die Seele„ hereingeholt“ und liebevoll angenommen. Wie alles Eingeschlossene und Abgekapselte zu befreien ist, damit der vitale Lebensfluss wieder in den lebendigen Prozess des Daseins eingefügt werden kann.

Letztlich muss die lebensheilkundige Therapie, Begleitung und Anleitung, immer auch eine metaphysisch-transpersonal- spirituelle Dimension enthalten, d.h. es muss eine Integration aller Dimensionen menschlichen Seins erfolgen, und der heilerische Prozess darf nicht in einer Abreaktion der Gefühlswelt, oder einer rein auf die Vergangenheit oder Zukunft, also in einer ausschließlich weltlich- ausgerichteten Lebensform „stecken“ bleiben. Der heilsuchende Mensch muss sowohl emotional wie mental, als auch in seiner spirituellen Wesenheit erkennen lernen, wo sein innerer Platz ist (Sippe, Familie, Gesellschaft, Kultur). Durch diese bedeutende Positionierung und Grundorientierung, wird die Klarheit des verinnerlichten Selbstbildes gefördert, wie die demütig eingeordnete Haltung zum individuellen Lebensraum, als Ausdruck einer erfüllten und sinnstiftenden Lebensausrichtung.

Weiters ist darauf zu achten, dass sich der Einzelne eine kontemplative, angstfreie Grundstimmung erarbeitet, die durch ein sowohl gegenwärtiges -Ur-Vertrauen- aus der spirituell-geistigen Dimension, als auch durch ein historisches -Vertrauen- welches aus der ausgesöhnten und durchgearbeiteten persönlichen Geschichte resultiert, das dazu führen soll, sich im „Ur-grund“ des individuellen Seins „beheimatet“ und geborgen zu fühlen. In dieser nun gefühlten Geborgenheit „In sich Selbst“, erlebt sich der Mensch als „gestimmt“ in seiner Seele und auch in seinem Leben. Er ist nun „eingerichtet“ auf sein Maß, seinen Ernst und auf sein Zentrum hin. Wird das Maß verfehlt, oder fehlt die Ernsthaftigkeit und die Klarheit hin zu einem ausgerichteten d.h. sinnstiftenden Leben, so wird die Seele „verstimmt“ und so zum „Einfallstor“ ungünstiger Kraftwirkungen, die zu emotionalen oder mentalen Dysbalancen führen, die wiederum Symptome und dann sehr oft Krankheiten verschiedenster Art (je nach Disposition) hervorrufen können. Es ist immer darauf zu achten, das individuelle Bewusstsein auf die innere Führung, die innere Stimme zu fokussieren, und dieser Führung im Zweifelsfall das ganze Vertrauen zu schenken (nicht irgendwelchen Idealen, Dogmen, Wahrsagungen). Dadurch wird im Inneren gesteuert was im Äußeren unzugänglich bleiben muss. Wer auf sich hören lernt, ist zwar (im besten Sinne) allein, doch nur dadurch ist er erwachsen und frei.

Auch versuchen wir in unserer Tätigkeit die Einsicht zu fördern, das weltliche Dasein ganz bewusst als begrenzt zu erleben. Wenn wir das Ende des Daseins bejahen, jederzeit bereit sind auch zu „gehen“ und zu lassen, so werden wir die Erfahrung machen, dass unser Leben dadurch an Intensität und Freude zunimmt und uns erst so wirklich lebenswert erscheint. Der lebensheilkundige Weg, oder die lebensheilkundige Haltung, ist in der Hauptsache „wesensorientiert“ und erst in zweiter Linie „handlungsorientiert“. Es steht also die „gestimmte“ und „ausgerichtete“ Haltung im Vordergrund und weniger der Zweck, das Ziel, oder der Sinn zu den verschiedenen Lebensbezügen. Dadurch werden die intuitiven, kontemplativen und spirituellen Fähigkeiten gefördert, und die daraus resultierenden Evidenzen, Gewissheiten und Einsichten bezüglich der Wirklichkeit des individuellen Seins wesentlich bestärkt.

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